Archiv der Kategorie ‘Kunst‘

 
 

Micky und die Kunst


“Das Problem mit der Kunst ist, daß sie oft im Künstlichen landet”

von Micky Mouse, “Die lustigen Taschenbücher” ; Bd. 236; S. 12

Neu gelinkt

Nach mehr als einem Jahr war das mal an der Zeit: Habe gerade unsere Linkliste (a.k.a. Blogroll) aktualisiert und erweitert. Und so oft die Blogkultur schon totgesagt wurde, so prächtig blüht sie still und leise vor sich hin. Die verlinkten Seiten (nicht nur Blogs) werden für viele Leser alte Bekannte sein. Für mich sind sie es geworden und gehören schon eine ganze Weile zum (fast) täglich Lesebrot.

Münchner Bilder

Dass es in und aus München keine betrachtenswerten Blogs gäbe, wird ja immer wieder gerne behauptet. Allerdings gibt es auch eine ganze überzeigender Gegenargumente. So z.B. Stefan Neuwegers Fotoblog addicted2pixels.

Giger in Frankfurt

Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt zeigt vom 21. Januar bis 17. Mai eine interessante Sonderausstellung rund um den Künstler und Filmemacher H.R. Giger. Unter dem Titel “H.R. Giger. Kunst - Design - Film” werden Einblicke in Gigers Arbeiten ermöglicht. Ausgestellt sind neben Skizzen und Entwürfen auch rund 35 Original-Gemälde, Skulpturen, Film-Requisiten, Kostümteile und Modelle, unter anderem die berühmte Alien-Kreatur aus Ridley Scotts SF-Klassiker.

Eine kurze Geschichte des Internet

Wer zu Jahresbeginn mal wieder seine Kenntnisse zur Entwicklung des Internet auffrischen will, kann dies auf sehr unterhaltsame Weise mit Melih Bilgils neuem Animationsfilm “History Of The Internet” tun. Der Film ist grafisch hervorragend aufbereitet und Teil einer Diplomarbeit:


History of the Internet from PICOL on Vimeo.

Ins Museum

Arbeiten des Schweizer Künstlers Roman Signer, in den 70ern vor allem durch seine eigenwilligen und durchaus unernsten Sprengstoffarbeiten bekannt geworden, sind derzeit gleich in drei Ausstellungen zu bestaunen, und zwar in der Wiener Galerie Janda, in den Städtischen Museen Heilbronn, sowie im Helmhaus Zürich.

Roman Signer Official

Komm, mein Mädchen, in die Berge

komm_mein_maedchen

Ein besonders schöner Fotoband ist kürzlich im Verlag für Bildschöne Bücher erschienen.
Die Niederländerin Andrea Stultiens beschäftigt sich mit „Vernacular Photography”, d.h. sie findet ihre Projekte auf dem Flohmarkt oder in den Nachlässen von Hobbyfotografen, die sie zuweilen mit eigenen Fotografien ergänzt oder kommentiert. In ihrem neuesten Projekt der Reihe „Travels and Escapes” erforscht sie die Flucht aus der täglichen Routine und die Rolle der Fotografie darin. So ist sie bei Recherchen auf die Aufnahmen von D. und G. gestoßen und hat daraus die Serie „Komm, mein Mädchen, in die Berge” gefiltert. Das Ergebnis ist eine wunderbare Komposition von Doppelporträts eines Paares vor dem Panorama der Alpen. Wir erfahren über die beiden nicht mehr, als die mit Selbstauslöser geknipsten Bilder zeigen, folgen dem älter werdenden Paar aber über einen Zeitraum von dreißig Jahren und können so ihre Liebe zueinander und zu den Alpen verfolgen. Das ist anrührend, regt zum Nachdenken an und ist überdies ein außergewöhnlicher Geschenktipp zu Weihnachten.

Achternbusch

Herbert Achternbusch wird 70. Erst am 23.11. - aber schon am Samstagabend huldigt der Bayerische Rundfunk dem einzigartigen Filmemacher, Literaten und Maler mit einer Auswahl von Filmen.

Den Anfang macht um 21.45h Andi Niessners Dokumentation “Achternbusch”, die bereits beim Filmfestival in Hof erfolgreich gezeigt wurde. Niessner kommt dem sperrigen Künstler ungewöhnlich nahe, lässt ihn über das “Upperclassgezwitscher” seiner ehemaligen Weggefährten Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff schwadronieren, entlockt ihm aber auch einiges über sein Kunstverständnis und begleitet ihn auf gewohnten Wegen rund um seine Wohnung in der Münchner Innenstadt. Dass Achternbusch nichts von seiner Gedankenfrische und Fähigkeit zur Provokation eingebüsst hat, wird deutlich - aber auch die Wunden, die sich über die Jahrzehnte in seine Existenz geschlagen haben, bleiben nicht versteckt. Das ist dann auch die eigentliche Qualität des Films - dass er zum durchaus bewegenden Dokument eines Künstlerlebens wird. Am offensten und ehrlichsten in den Passagen über seine Liebe zur Bierbichler-Schwester Anamirl, am vitalsten mit Tochter Naomi. Auch Josef Bierbichler kommt zu Wort - und bringt ein bisschen Klarheit in das Ende einer Freundschaft.

Weiter geht der Abend dann um 23.15h mit Achternbuschs Erstling “Das Andechser Gefühl” von 1975 und “Servus Bayern”, seinem vierten Film von 1977, um 0.15h.

It’s Not Funny, It’s Art

Dieser niederländische Animationsfilm von Joris Oprins ist derzeit auf zahlreichen Festivals zu sehen und erzählt die tragikomische Geschichte von Blanca und ihrer Begeisterung für Kunst. Sie hat nur ein Problem: Eigentlich versteht sie überhaupt nichts von Kunst.

Landschaft in Tusche

corefire and laughter

Yehudit Sasportas zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen Israels. Im vergangenen Jahr wurde sie mit ihrer Installation “The Verge Guardian” auf der 52. Biennale in Venedig international bekannt, und jetzt wird endlich eine Reihe ihrer Werke, zum großen Teil hoch faszinierende Tuschezeichnungen imaginärer Seelenlandschaften, in Deutschland ausgestellt. Im Kunstverein Braunschweig läuft noch bis 10. August die Einzelausstellung “Yehudit Sasportas. The Laboratory.” und in der Berliner Galerie Eigen + Art ist sie bis 23. August Bestandteil einer Gruppenausstellung. Bild: “Corefire And Laughter” (courtesy of Sommer Contemporary Art, Tel Aviv and Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin).