Monatsarchiv für Dezember 2007

 
 

Led Zeppelin auf Tour?

Laut einem Bericht des Daily Mirror werden Led Zeppelin zwischen 12. und 15. Juni 2008 auf dem Bonnaroo-Festival im amerikanischen Tennessee als Headliner auftreten. Damit scheint auch eine Tournee nicht mehr ausgeschlossen.
In diesem Sinne: Guten Rutsch und Guten Start 08!

100 Produkte der Zukunft

Jeder Jahreswechsel lässt uns automatisch auch die Frage nach der Zukunft stellen. Was kommt, was wird? Theodor W. Hänsch erhielt 2005 den Nobelpreis für Physik und gibt in seinem faszinierenden Buch 100 Produkte der Zukunft einen Ausblick auf Entwicklungen und Ideen, die in nicht allzu ferner Zukunft unser Leben bestimmen könnten.
Sprachcomputer, die uns beim Urlaub im fremden Land auch ohne persönliche Sprachkenntnisse Kommunikation in Echtzeit ermöglichen, 3-D-Bildschirme, Chip-Implantate, die Wissen beliebig abrufbar machen und vieles mehr. Was heute noch wie Science Fiction klingt, ist vielfach schon überraschend weit entwickelt.

Anarchy In The Ukulele

Das Ukulele Orchestra Of Great Britain spielt seit 1985 unter dem Motto “Four Strings Good, Six Strings Bad” sehr eigenwillige Interpretationen bekannter Songs. Live ein geradezu surreales Erlebnis. Hier zu hören und zu sehen mit Ennio Morricones “The Good, The Bad And The Ugly”.

Madonna auf der Berlinale

Die erste Regiearbeit von Madonna wird zwischen 07. und 17. Februar 2008 bei der 58. Berlinale zu sehen sein. Der Film mit dem Titel “Filth And Wisdom” läuft allerdings nicht im offiziellen Wettbewerb, sondern in der Panorama-Reihe. Zu den Darstellern zählen Richard E. Grant, Stephen Graham und Eugene Hutz (bekannt durch die Band Gogol Bordello). Madonna selbst tritt in dem Film nicht als Schauspielerin auf.

Theater 08

Das wird ein Theater:

Il Trittico, Regie: Claus Guth, Oper Frankfurt
Weil Giacomo Puccinis Triptychon nur selten komplett aufgeführt wird und mit Claus Guth einer der hellsichtigsten Regisseure des deutschsprachigen Musiktheaters inszeniert.
Premiere: 13.01.08

Troilus und Cressida, Regie: Luk Perceval, Münchner Kammerspiele
Weil Luk Perceval nach seinem grandios aktuellen Othello zum zweiten Mal einen Shakespeare an den Münchner Kammerspielen inszeniert, die Kritiker wieder viel schimpfen und die Fans es lieben werden.
Premiere: 30.05.08

Carmen, Regie: Matthias Hartmann, Opernhaus Zürich
Weil die Inszenierung von Bizets berühmter Oper im Rahmen der Züricher Festspiele mit Vesselina Kasarova in der Titelpartie zu erleben ist.
Premiere: 28.06.2008

Theater 07

Das war ein schönes Theater:

Platz Mangel, Regie: Christoph Marthaler, Rote Fabrik, Zürich
Weil Marthaler nach gefühlten Ewigkeiten mit seinen Lieblingsschauspielern wieder im Züricher Off Theater machte und es jenen Kritikern zeigte, die ihn zwischendurch für ausgebrannt und out hielten.

Drei Schwestern, Regie: Andreas Kriegenburg, Münchner Kammerspiele
Weil Andreas Kriegenburgs Bildertheater aus Tschechows berühmtestem Stück einen berührend melancholisch-musikalischen Abend strickte und die Masken prägenden Eindruck hinterließen, auch wenn das Akkordeon mindestens einmal zu oft erklang.

Der Gott des Gemetzels, Regie: Jürgen Gosch, Schauspielhaus Zürich
Weil Yasmina Rezas Dialoge bildungsbürgerlichen Dünpfiff schonungslos entlarven und Jürgen Gosch sein Ensemble zu keinem Zeitpunkt in die Boulevardfalle führte.

Alice in Wonderland, Regie: Achim Freyer, Bayerische Staatsoper, München
Weil Unsuk Chin beweist, dass Neue Musik zugänglich sein kann und Achim Freyers phantastische Bühnen-, Licht- und Kostümwelt aus der Oper ein schönes Kinderspiel für Erwachsene machte.

Der erfolgreichste Filmstart aller Zeiten…

in Schweden: Dort hatte Arn am 1. Weihnachtstag etwa 4.ooo Besucher mehr als seinerzeit Der Herr der Ringe. Arn ist mit Produktionskosten von etwa 22 Mio. Euro die bisher teuerste schwedische Filmproduktion und erzählt die sagenhafte Geschichte eines Tempelritters im mittelalterlichen Schweden.
Das kleine Land im Norden hat übrigens ca. 9,1 Mio. Einwohner. Die Besucherzahl von 85.000 entspräche auf Deutschland hochgerechnet etwa 765.000 Menschen. Eine ganze Menge. Zum Vergleich: Den erfolgreichsten Filmstart in Deutschland legte 2001 Der Schuh des Manitu hin - mit gerade mal 250.000 Besuchern an einem Tag.

Die Musik 08

Das wird unser Soundtrack:

Candelilla
Weil diese Münchner Frauenband, die sich live schon längst profiliert hat, ihr erstes Album veröffentlichen und damit überall auf offene Ohren stoßen wird.

Erik Mongrain
Weil dieser Akustik-Gitarrist einfach gute Musik macht und dabei keine Genregrenzen kennt.
Außerdem verfügt er über eine herrlich exotische Spielweise.

Devotchka
Weil diese Combo aus Denver, Colorado mit dem wildesten Stilmix die schönsten und eingängigsten Songs produziert und 2008 endlich richtig berühmt wird. Das versprechen wir.

Stephan Eicher
Weil Phillippe Djian und Martin Suter die Texte zu seinem besten Album seit Jahren geschrieben haben und Eldorado dann endlich auch in Deutschland zu haben ist.

Die Musik 07

Das war unser Soundtrack:

Overpowered von Roisin Murphy
Weil derzeit keine andere Frau im Popgeschäft so souverän und innovativ agiert und wir deshalb Moloko schon fast nicht mehr vermissen.

Kurr von Amiina
Weil vier Frauen aus Island seit 2004 die schönste Musik machen und uns kein Debutalbum schöner überrascht hat.

Playground von Manu Katche
Weil Jazz immer noch nicht tot ist und es auch nicht schlimm ist, wenn man Saxophonlinien mitsingen kann.

Il Progetto Vivaldi von Sol Gabetta
Weil die Cellokonzerte von Antonio Vivaldi immer noch nicht ausreichend bekannt sind und die argentinische Cellistin Barockmusik so frisch und unverbraucht klingen lässt als sei es frischester Pop.

Besucherrekorde…

Mal was Erfreuliches zum Jahresende:
Laut Welt.de besuchten im Jahr 2006 insgesamt knapp 110 Mio. Menschen die etwa 6150 Museen und 488 Ausstellungshäuser in Deutschland. Das ist eine deutlich höhere Zahl als in den zwei Jahren zuvor. Vor jahresendlichem Kulturpessimismus-Überschwang sei also gewarnt.